Gustav Frištenský: Kraft, Mut und das Herz einer Nation

Von Kamhajek an die Spitze Europas

Geboren wurde er am 11. Mai 1879 im Dorf Kamhajek bei Křečhoř als ältester Sohn von Kateřina und Alois Frištenský. Schon als Kind half er auf dem Bauernhof – mit vier Jahren lenkte er die Pferde, mit acht brachte er Zuckerrüben zur Fabrik, mit zwölf schleppte er Getreidesäcke.

Nach der Schule sollte er Schmied werden, doch nach einer Verletzung wechselte er und wurde Metzger. In Brünn lebte er bei seinem Onkel Alois Choděra, der ihn zum Turnen und schließlich zum Ringen brachte.

Im Jahr 1899 trat er dem Sportklub Hellas Brno bei. Tagsüber arbeitete er, abends trainierte er, sonntags kämpfte er. Am 8. Februar 1903 wurde er in Rotterdam Europameister der Amateure im griechisch-römischen Stil – als erster Tscheche. Die Reise finanzierte er selbst.

Nach seiner Entlassung rang er unter Pseudonym. Im Juni 1903 wurde er offiziell Profi. Es folgten Jahre voller Erfolge im In- und Ausland.

Ein Kämpfer mit Herz

Im Jahr 1906 rang er in Litovel, wo er Miroslava Ellederová kennenlernte. Sie heirateten am 10. August 1908 und ließen sich dauerhaft in Litovel nieder.

Sie lebten 40 Jahre zusammen – mit Erfolgen, Reisen, Kriegen und auch Gustav’s Gefangenschaft im Zweiten Weltkrieg. Miroslava war stets seine Stütze – bis zu ihrem Tod 1947.

Gustav starb am 4. April 1957. Ihre Eheringe wurden aus seinem goldenen Meistergürtel gefertigt.

Ein bleibendes Vermächtnis

Gustav Frištenský war mehr als ein Ringer. Er war ein Idealbild des Mannes – stark, ehrenhaft, treu. Sein Leitspruch – „Es reicht nicht, stark zu sein. Man muss stark und ehrenhaft sein“ – inspiriert bis heute.

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